Vorwort

Jetzt wo sich die kalte Jahreszeit dem Ende zuneigt, ist es höchste Zeit etwas von meinem überschüssigen Winterspeck abzulegen. Um mir das Ganze zu vereinfachen und meinen Fortschritt zu dokumentieren, bin ich auf den Hype rund um Smartwatches und Fitnessbänder aufgesprungen und habe mich letztendlich für das „Mi Band 2“ entschieden. Der Hauptgrund dafür war der verblüffend günstige Preis, sowie das scheinbar gute Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis.

Eckdaten laut Hersteller

  • 0,42 Zoll OLED-Display
  • IP67 wasserdicht und staubdicht
  • misst Puls und Schritte
  • eigene App für Android und iOS, um Fitness und Schlaf-Aktivitäten zu analysieren

Hardware

Das Gadget kommt in einer recht kleinen und schlichten Box, die das Gummi-Band, das Gerät selbst (also das Teil, das die gesamte Technik unterbringt), ein entsprechendes USB-Ladegerät, und eine komplett in Chinesisch gehaltene Bedienungsanleitung beinhaltet.

Diese Tatsache ist allerdings nicht allzu schlimm, da man das Teil mit dem Bildschirm, Pedometer und Pulsmesser ganz einfach von der unteren Seite des Bandes nach oben in die dafür vorgesehene Öffnung drückt.

Was mir an der Hardware gefällt und was nicht:

+ schlichtes Design
+ bequemes Band
+ IP6 wasserdicht (somit auch einfach zu reinigen)
+ sehr genaue Pulsmessung

– ungenaues Pedometer (kleine Handbewegungen werden als Schritt interpretiert)
– um sich die aktuelle Uhrzeit anzeigen zu lassen, braucht es eine absurd lange Handbewegung (im Liegen also unmöglich)

Software

Um das Fitnessband überhaupt nutzen zu können, muss man sich zunächst die kostenlose „Mi Fit“ App downloaden und das Smartphone mit dem nicht ganz so smarten Mi Band synchronisieren.

Diese App ist mehr als nur ein schlechter Witz. Mir sind schon viele schlechte Apps untergekommen aber „Mi Fit“ übertrifft sie alle. Und zwar bei weitem. Das Design ist nicht nur grottenschlecht, sondern im wahrsten Sinne des Wortes benutzerfeindlich. Sogar ich, als technikaffiner Mensch, hatte anfangs Schwierigkeiten mich zurecht zu finden.

Bezüglich der Funktionalität der App kann ich leider auch nicht viel Positives berichten.. Es besteht zwar die Möglichkeit Smartphone Benachrichtigungen auch am Display anzeigen zu lassen, doch bei dieser Bildschirmauflösung macht das meines Erachtens wenig Sinn. Besonders ärgerlich finde ich, dass zwar eine Integration mit Google Fit angeboten wird, diese aber schlichtweg nicht funktioniert!
Allerdings gibt es eine Funktion, die ich ganz praktisch finde: Wenn das Band via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist, kann es mithilfe von Daten wie dem Puls und Bewegungen den Schlaf analysieren. Am nächsten Morgen hat man somit interessante Daten über den Schlaf zur Hand. Dazu gehört zum Beispiel die Dauer des Schlafes, sowie die Dauer und die Zeitpunkte der Tiefschlafphasen.

Man wird praktisch gezwungen, die „Mi Fit“ App zu verwenden, was daran liegt, dass Firmware Updates ausschließlich über die App auf das Band hochgeladen werden können.
Zum Glück gibt es allerdings mehrere Alternativen in den App Stores, welche das volle Potential dieses Gadgets ausschöpfen. Trotzdem darf man sich davon nicht zu viel erwarten, zumal Schriftart und Icons auf dem Band selbst gespeichert sind und nicht modifiziert werden können. Weiters ist es nicht einmal möglich, die Reihenfolge der am Display angezeigten Daten zu ändern: Klickt man einmal auf den Knopf des Mi Band wird die Uhrzeit angezeigt, klickt man zweimal die Anzahl der Schritte und erst beim dritten Klick lässt sich der aktuelle Puls messen. Ich hätte beispielsweise gerne die Pulsfunktion an zweiter Stelle gehabt. Geht nicht.

Résumé

  • Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung.
  • Guter Sitz und angenehm zu tragen.
  • Einfaches Design und relativ gut verarbeitet.
  • Miserable App, allerdings einige gute Alternativen verfügbar.
  • Pulsmessung sehr genau.
  • Pedometer ungenau.
  • Akkulaufzeit 3 bis 9 Tage.
  • Sehr beschränkte Auswahl an Anpassungsmöglichkeiten.

Eine billige Alternative zu den sehr teuren Fitnessbändern auf dem Markt, mit einigen funktionellen Einschränkungen, die man allerdings zu diesem Preis in Kauf nehmen kann. Falls ihr Interesse an diesem Gadget habt und den Cloud Blog unterstützen wollt, verwendet bitte den folgenden Link:
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